Bleiben wir zuversichtlich gestimmt!

Das Motto meiner Impulsbriefe "Gut gestimmt im Alltag" scheint auf den ersten Blick völlig unpassend in diesen Tagen. Der Alltag ist für viele von uns nicht mehr, wie er war, und will bzw. muss zur Zeit neu definiert, neu geordnet und bewältigt werden. Und "gut gestimmt" scheint als Vokabel völlig fehl am Platz zu sein.

 

In meinem Buch "Einfach gut gestimmt!" habe ich dargelegt, dass "gut gestimmt sein" nicht bedeutet, immer happy und gut drauf zu sein, sondern mitzuschwingen mit dem, was im Leben gerade ansteht. Ich vergleiche das gerne mit einem Musikinstrument: Ein gut gestimmtes Instrument kann jede Musik gut zum Ausdruck bringen, egal ob in Dur oder moll.

Übertragen auf uns kann das bedeuten, dass wir uns gerade in Krisenzeiten um unser persönliches Gestimmtsein kümmern müssen: Selbstfürsorge als tägliches Exerzitium für Körper, Geist und Seele. Das trägt auch dazu bei, dass wir uns trotz aller Einschränkungen als Handelnde begreifen und erleben.


Im Internet teilen Menschen unzählige sehr schöne Anregungen. Ich habe mir überlegt, was ich aus meinen Themenbereichen für meine Blog- und Impulsbriefleser*innen beisteuern könnte, und bin dabei auf folgendes gekommen:

  • Lass deine Stimme immer wieder erklingen, auch wenn du alleine zuhause bist. Summe und töne so, wie du dich gerade fühlst - egal ob du traurig oder frohgemut bist. Eine gute Grundstimmung verstärkt sich dadurch, und eine traurige/sorgenvolle o.ä. Stimmung (ver-)wandelt sich im Verlauf des Tönens.
  • Mitsingen und Tanzen zu Songs aus dem Radio ist ebenfalls lösend und wohltuend.
  • Zu guter Letzt lege ich dir mein Lieblings-Abendlied ans Herz: Der Mond ist aufgegangen. Und zwar unbedingt selbst zu singen! Vielleicht wird das Singen des Liedes ein tröstlich umhüllendes und Zuversicht schaffendes Abendritual für dich, das auch deine Mitmenschen mit einschließt (siehe letzte Strophe). Hier sind die vier schönsten (der insgesamt sieben) Strophen:

1. Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.

2. Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschlafen und vergessen sollt.

3. Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.

7. So legt euch denn, ihr Brüder,
in Gottes Namen nieder;
kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott, mit Strafen
und lass uns ruhig schlafen.
Und unsern kranken Nachbarn auch!


 

Ich wünsche dir alles Gute! Bleib gesund und zuversichtlich!
Herzlich,
Jutta

 

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