Atempause

Die drei Atem-Phasen

In der Atempädagogik machen wir uns die drei Phasen des Atemgeschehens bewusst: Einatmen - Ausatmen - Atempause. Sie sind ein Spiegel für unser Leben im Allgemeinen.

 

Die Bedeutung der Atempause

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass wir einatmen und ausatmen, einatmen und ausatmen - unser Leben lang. Das Vorhandensein der so wichtigen Atempause ist ihnen gar nicht bewusst. Dabei ist diese Atempause die Phase, in der Wesentliches geschehen kann und geschieht.

 

 

Das Zulassen und das Geschehenlassen lernen

Wer meine Bücher kennt, an einem meiner Workshops teilgenommen hat oder Erfahrung mit Atembehandlungen hat, weiß um die Thematik des Zulassens und Geschehenlassens.

Diese möchte ich zunächst im Hinblick auf das Atemgeschehen erläutern:

 

Bei meinen Kursen oder Einzelbehandlungen lade ich ein, bewusst auszuatmen. Das kann auf einem weich geformten "f" oder "sch" erfolgen oder auch auf einem Ton, also mithilfe der Stimme. Ist der Ton verklungen bzw. der Ausatem zu Ende, warten wir achtsam und gelassen ab, bis der Einatem von selbst wiederkommen will. Die Dauer dieser Atempause kann kurz oder lang sein, je nach momentanem Befinden. Es gibt kein Muss und keinen Idealzustand. Der Atem ist wie das Leben - er will sich nicht in ein Schema pressen lassen.

 

Wie der Atem - so das Leben

In der bewussten Zuwendung werden wir allerdings oft zum ersten Mal dieser dritten Atemphase - der Atempause - gewahr. Und allein das bewirkt schon wohltuende Veränderung - im Atemgeschehen und im Befinden.

In der Atempause schöpfen wir: Stille, Gelassenheit, innere und äußere Ruhe, Energie, Lebendigkeit ... Sie bringt uns mit uns selbst und mit Wesentlichem, das über uns hinausweist, in Verbindung. Viele erleben dies als spirituelle Erfahrung im weitesten Sinne.

 

Zuwendung statt Optimierungszwang

Es geht also nicht darum, richtig zu atmen, sondern darum, sich seinem Atemgeschehen - also sich selbst! - immer wieder achtsam und erwartungsfrei zuzuwenden. Alles weitere schenkt sich uns.

Hilfreich ist es, wenn wir diese Form der Zuwendung täglich "einüben". Nicht als Zwang zur Optimierung, sondern als  tägliches Exerzitium (ein Begriff aus dem Mönchtum), als wohltuendes kleines Ritual, das seinen festen Platz im Tagesablauf bekommt und uns einfach gut tut.

 

Kleine Übung - große Wirkung

Probieren Sie es aus! Es braucht nur wenige Minuten am Tag. Es sei denn, Sie möchten es ausdehnen und sich länger Zeit nehmen.

Sie werden bald spüren, welch positive Wirkung diese Atempausen - im wörtlichen wie im übertragenen Sinne - auf Ihr Befinden, Ihren Alltag und auch auf Ihre Mitmenschen haben.

 

Berichten Sie mir oder auch den Leserinnen und Lesern dieses Blogs gerne von Ihren Erfahrungen.

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